Ich habs getan ...

Vor vor ungefär drei Jahren war ich mit einem Freund bei den ClassicDays auf Schloss Dyck um mir bei sehr sehr schönem Wetter die alte Wagen anzusehen und ein wenig Benzin zu schnuppern. Was mir dabei vorher allerdings nicht bewust war und womit ich überhaupt nicht gerechnet hatte ist die hohe Infektionsrate die von diesem Event ausgeht.

Wir laufen also auf Dyck umher und schauten uns als erstes früh den Motorrad Start an bei dem ich bereits begann eine ziemliche Benzinvergiftung zu entwickeln. Für die die nicht wissen wie so eine benzinvergiftung sich äußert -- ein breites Grinsen das nicht mehr weggehen will.

Nichts böses denkend laufen wir weiter wo schon die Bentleys der Bentley Boys aus England aus den 1930ern auf uns warten.
Einfach unbezahlbare Stücke, schöne alte Technik, Öl, und schon wieder Benzin...

 

 

 

 

Genug Power für über 250 km/h

Zurück zu unserem roten G-Modell. Gegenüber seinem Vorgänger sorgt eine langhubigere Kurbelwelle aus dem Turbo für einen Zuwachs an Hubraum von 3,0 auf 3,2 Liter, gleichzeitig wurde die Verdichtung erhöht. Der Sechszylinder des Porsche 911 Carrera 3.2 mit seinen beiden obenliegenden Nockenwellen leistet nach dieser Kur 231 PS - genug Kraft für über 250 Sachen. Der erstarke Elfer erhält zudem eine neue Bezeichnung: Statt auf das schlichte Kürzel SC hört er fortan auf den wesentlich klangvolleren Namen Carrera. Damit will Porsche von nun an wieder an seine legendären Erfolge beim mexikanischen Straßenrennen erinnern. Keine schlechte Idee.

Piloten der früheren Porsche 911-Generationen empfinden den neuen Carrera dennoch als zu zahm, zu wohlerzogen. Ein Softie sei er geworden, hieß es im Kreis der Gusseisernen. Heute wissen wir es besser: Der alte Geist ist geblieben. Porsche hat es verstanden, dem Elfer Manieren beizubringen, ohne dabei den Charakter des Autos anzurühren. Die Unberechenbarkeit der Haken schlagenden Vorgänger - nahezu vollständig eliminiert. Herausgekommen ist eine Fahrmaschine. Pur, unverfälscht und voller Energie.

Porsche 911 Carrera 3.2 - Ein Auto ohne Filter

Ein kurzer Dreh am links neben dem Lenkrad positionierten Zündschlüssel genügt. Im Heck des Porsche 911 Carrera 3.2 beginnt es zu grummeln, ein sattes, selbstbewusstes Geräusch. Unverkennbar Porsche Boxer. Tausendmal gehört. Und immer wieder eine Offenbarung.

Geschmeidig ordnet sich der rote Porsche 911 Carrera 3.2 im nächsten Moment in den Stadtverkehr ein, benimmt sich dabei so unspektakulär wie ein Käfer, mit dem er die stehenden Pedale, den langen Schalthebel und vermutlich auch die überraschend aufrechten Sessel gemein hat. Der Blick streift weiter durch die lichtdurchflutete Kabine. Ein aufgeräumter Ort. Funktional und wohnlich zugleich. Doch spätestens jetzt weiß ein Fahrer, dass er in einem waschechten Sportwagen sitzt: Über einen mittig platzierten Drehzahlmesser verfügen sonst nur Autos, deren Revier ausschließlich die Rennstrecke ist.

Die letzten Meter in der Stadt. Die Betriebstemperatur stimmt, und Auto und Pilot wollen es endlich wissen. Wie es ist, wenn die Nadel des Drehzahlmesser im Porsche 911 Carrera 3.2 senkrecht nach oben zeigt, gleich darauf die Vier überschreitet und haltlos weiter steigt, untermalt von einem unnachahmlichen, heißeren Kreischen, wie es nur dieser nach Drehzahl gierende Boxer hervorzubringen vermag.

"Dann findet nämlich, unterstützt von der Schwingrohr-Aufladung des neuen Resonanz-Ansaugsystems, eine förmliche Leistungsexplosion statt, die ähnlich wie bei einem Turbo-Motor zu beachtlichem Vortrieb führt", notierte ein sichtlich beeindruckter Gerd Hack nach seiner ersten Porsche 911 Carrera 3.2-Probefahrt in auto, motor und sport (19/1983). Selbst 28 Jahre später ist diesen Worten nichts hinzuzufügen.

Der Porsche 911 Carrera 3.2 ist für viele der letzte echte Elfer. Luftgekühlt und voll verzinkt. Ein Auto ohne Filter, welches Vernunft und Lust gleichermaßen perfekt beherrscht. Dieses macht ihm kein anderer Sportwagen dieser Leistungsklasse auch nur annähernd nach.

(Zitat aus Auto Motor und Sport)

Ich konnte Ihn nicht stehen lassen...